WENDISCHES MUSEUM
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Heute garantieren die Verfassungen der Bundesländer Brandenburg und Sachsen sowie das Gesetz zur Ausgestaltung der Rechte der Sorben/Wenden im Land Brandenburg (neu 2014) und entsprechend das Gesetz über die Rechte der Sorben im Freistaat Sachsen (1999) den noch ca. 50.000–60.000 Angehörigen des sorbischen/ wendischen Volkes (ein Drittel in Brandenburg, zwei Drittel in Sachsen) ihr Recht auf nationale und ethnische Identität. Mit der 1991 gegründeten Stiftung für das sorbische Volk/Załožba za serbski lud (rechtsfähig seit 1998) wurden die materiellen Rahmenbedingungen für »die Bewahrung und Entwicklung, Förderung und Verbreitung der sorbischen Sprache, Kultur und Traditionen als Ausdruck der Identität des sorbischen Volkes« geschaffen. Da die Mittel zur Förderung sorbischer/wendischer Institutionen und Projekte jeweils erst im Laufe eines jeden Jahres freigegeben werden, wird die Stiftungstätigkeit allerdings maßgeblich erschwert und eine Planungssicherheit für kulturelle und wissenschaftliche Institutionen ist nicht gewährleistet. Seit 1999 sind die obersorbische und die niedersorbische Sprache durch die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen offiziell als selbständige Sprachen anerkannt. Dies alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die niedersorbische-wendische Sprache gegenwärtig zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Sprachen in der EU gehört.
 
Egmar Ponndorf
Sorbisches Paar
Keramik, 1988
 
Etwa zwei Drittel der Cottbuser Straßen sind gegenwärtig zweisprachig beschildert.
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